Jan Řepka bewegt sich seit Ende der 90er Jahre in der tschechischen Liedermacherszene. Sein eigenes Werk dreht sich um die zeitlose Achse von Liebe-Reise-Freiheit. Als Liedersammler interpretiert er dazu zahlreiche vergessene und anderssprachige Lieder. Auf Tournee geht er am liebsten mit dem Fahrrad, letztmalig sogar mit einem speziellen Velo-Repertoire. Seit dem Album „Rozjímání o sendviči” (Betrachtige über nes Sändwitsch, 2016), das zum ersten Mal Schweizer Chansons nach Tschechien gebracht hat, ist Řepka als der führende deutsch-tschechische Liederbrückenbauer bekannt.

«Poetisch, innovativ,
dem tschechischen Humor angepasst.»

- Irena Brezna, Schriftstellerin -

Jan Řepka (1982, Prag) knüpft in seinem Musikstil an die tschechische Folkmusik-Welle der Siebziger- und Achtzigerjahre an (Nohavica, Merta). Bis 2009 spielte er im Duo „Nestihame”, das in seinem Heimatland oft als ‚tschechische Simon & Garfunkel‘ bezeichnet wurde. Zusammen mit Petr Ovsenák gab er zwei Alben heraus, gewann mehrere Preise und absolvierte mehr als 500 Konzerte. Sein erstes Soloalbum „Čistý byl svět” (Rein war die Welt, 2010) wurde vom führenden tschechischen Genre-Magazin Folktime als beste DIY Folkaufnahme des Jahres bewertet.

Řepkas Auftritte zeichnet sein ungezwungener Gesang und dynamisches Gitarrenspiel aus. Mit Leichtigkeit, Humor und Charme passt er jedes Konzert dem gegebenen Kontext an, ob es sich um eine Festivalbühne, ein Kleintheater, ein Café oder ein Wohnzimmer handelt. 

Seine eigenen Lieder drehen sich um die zeitlose Achse von Liebe-Reise-Freiheit. Als Liedersammler interpretiert er dazu zahlreiche vergessene und anderssprachige Lieder. Sein Repertoire umfasst  zudem mehr als einhundert hochstehender Übersetzungen erlesener Klassiker (Brassens, Dylan, Simon, Waits und andere). 

Ab 2010 setzte sich Řepka intensiv mit den Liedern des Schweizer Chansonniers Mani Matter auseinander. Die Hommage-Sammlung „Rozjímání o sendviči” (Betrachtige über nes Sändwitsch, 2016) bietet 36 seiner Lieder auf Tschechisch an und wurde so zum ersten Album seiner Art – eine derart umfangreiche Übersetzung von Matters Werk ist im internationalen Vergleich einzigartig.

Neben seiner eigenen musikalischen Betätigung leitete Jan Řepka auch den Konzertzyklus Open Mic in Prag und Brünn, in dessen Rahmen mehr als 500 verschiedene Musiker aufgetreten sind.

«Řepka interpretiert Lieder von Matter auf Tschechisch (...) mit seinem musikalischen Gespür für das Subtile, das Witzige, das Absurde und Intime, das Matter ausmacht.»

- Inge Hoppe, Zeitpunkt -

Jan Řepka und die Schweiz

In der Schweiz spielte der Prager zum ersten Mal im Jahr 2009. Damals sammelte er erste Erfahrungen auf einer Velotournee in Begleitung des Thuner Liedernarren Peter Sarbach. Seither kehrt Jan Řepka in loser Folge in die Schweiz zurück. 

Die bemerkenswerteste Etappe war sicherlich seine Schweizer Velotournee im Sommer 2011: Diese führte Řepka von Zürich via Bern, Neuenburg und La-Chaux-de-Fonds bis nach Basel, war somit mehr als 700 km lang und umfasste 12 Konzerte. Die gesamte Ausrüstung trug er dabei auf seinem verlängerten Spezialfahrrad, dem Xtracycle, mit.

Die Lieder von Mani Matter haben dann Řepka immer wieder in die Schweiz geführt: 2013 hat er im Rahmen der grossen Ausstellung im Landesmuseum Zürich gespielt, 2016 war er dabei, als das neue Liederbuch im Gymnasium Kirchenfeld in Bern getauft wurde und später im Sommer 2016 ist er selbst auf dem ManiMatter Festival aufgetreten. 

Bis 2022 hat Řepka über 80 Konzerte in der Schweiz gespielt. Das Publikum ist dabei schön gemischt: unter einheimischen Fans von Mundart, Matterlieder und Liedermacherkunst sitzen und singen viele Tschechen und Slowaken, denen die Schweiz vor Jahren ihre Tür geöffnet hat.

Referenzen

«Während knapp drei Stunden herrschte eine entspannte Atmosphäre und Mani Matters Energie war deutlich zu spüren.»
[Florin Zai, Sarganserländer, 6. 12. 2016]

«Jan Repkas tschechische Adaptation der Lieder von Mani Matter finde ich grossartig, nicht nur, weil dadurch dieser grosse Schweizer Liedermacher dem tschechischen Publikum bekannt wird, sondern die Art und Weise der Übersetzung finde ich sehr ansprechend.»
[Irena Brežná, Basel]

«Ausgezeichnet!»
[Václav Šulista, Basel]

 

In Deutschland

Nach Deutschland wurde Jan Řepka zum ersten Mal im Juni 2018 eingeladen, um, im Rahmen des internationalen Projektes „Gundermanns Lieder in Europa”, einige von dessen Liedern ins Tschechische zu übersetzen. Tschechische Adaptationen von ‚Gras‘ und ‚Die Zukunft‘ erschienen dann ein Jahr später im gleichnamigen Album beim BuschFunk Verlag.

Im März 2019 spielte Řepka im Begleitprogramm der Leipziger Buchmesse, die in diesem Jahr unter dem Motto ‚Ahoj, Česko!‘ Tschechien gewidmet war. Seine erste deutsche Tournée hat dann Řepka im September 2019 unternommen, zusammen mit dem sorbischen Liedermacher Pittkunings und dem Berliner Liederpoeten Frank Viehweg. In dieser Zeit gab er sieben Konzerte in der Lausitz und in Berlin.

Neben Matter und Gundermann gehören zu Řepkas ursprünglich deutschem Repertoire Lieder von Sophie Hunger, Dota Kehr und – neu – auch drei Titel von Norbert Leisegang (KEIMZEIT).

Schweizer & Deutsche Spuren

Okt-Dez 2022 / Schweizer Tournee (21 Konzerte)
Sep 2019 / Lausitzer Tournee mit Pittkunings (7 Konzerte)
Nov 2018 / Schweizer Tournee mit Carlos Greull (11 Konzerte)
Mai 2018 / Schweizer Tournee (10 Konzerte)
Jun 2017 / Wabernfest + 7 Konzerte
Nov 2016 / Schweizer CD-Taufe-Tournee (5 Konzerte)
31. 8. 2016 / Basel, Literaturhaus
04. 8. 2016 / Bern, ManiMatterFestival
24. 1. 2015 / Zürich, HEKS Osteuropatag
11. 5. 2014 / Literaturtage Eglisau
21. 8. 2013 / Landesmuseum Zürich
Sep 2011 / Schweizer Velotournee (12 Konzerte)

ONO Bern, Keller 62 Zürich, Theater Z Burgdorf, Safe Basel, Jazz Keller Sargans etc.

Presse

2022 / RaBe / Live – Bruce Caldwell
SamStagmorgen

2022 / TeleBärn Reportage – Flurina Janutin
Tschechischer Liedermacher interpretiert Mani Matter auf Tschechisch

2022 / Bieler Tagblatt / Artikel – Sarah Zurbuchen
Dr Ferdinand isch mrtev

2017 / SwissMag / Interview – Petr Socha
Nejslavnější švýcarský písničkář ožil v češtině

2016 / Aktualne.cz / Artikel – Marek Pokorný
Pražský písničkář jako první přeložil bernského Kryla

2015 / Schaffhauser Fernsehen / Interview – Alfred Wüger
Hüt im Gspräch

2013 / SRF / Reportage  Marc Lehmann & Gabriela Jordan
Jan Repka: Mani Matters Bewunderer aus Tschechien

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